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DIE MADONNA DER HOMOSEXUELLEN
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Die Protagonistin meiner Arbeit ist Maria, die ich hier nicht in ihrer religiösen Bedeutung zeigen will, sondern als historische Mutterfigur, als ein Symbol der unermesslichen Liebe, der Einzigen, die jedes einzelne Individuum akzeptiert, schützt, ohne Vorbehalte oder Unterschiede.
In der Tat umarmt die Madonna mit einer einzigen Geste nicht nur Jesus, sondern gleichzeitig die gesamte Menschheit, hier dargestellt durch die Erdkugel, die sie in der Hand hält. Ihr zärtlicher Blick richtet sich nicht nur auf das Kind, sondern gleichzeitig auf all jene, die in einer homosexuelle Situation leben und sie erleben und die hier durch die männlichen und weiblichen Gay-Symbole dargestellt werden, die Jesus selbst ihr reicht. Um die Verbindung zwischen der Madonna und ihren homosexuellen Kindern zu unterstreichen, habe ich wiederholt die Symbole der Heraldik über ihr verwendet, begleitet von den Farben der Gay-Fahne und zwei Bukettpaaren. Gerade diese Blumen wollen eine besondere Botschaft mit doppelter Bedeutung vermitteln: Auf der einen Seite erinnern sie an die legitimen Rechte der Gay-Beziehungen, auf der anderen wollen sie an den Tod all jener Homosexuellen erinnern, die auf tragische und unrechte Weise ums Leben gekommnen sind. Ich beziehe mich hierbei auf all die historische belegten Todesfälle, die zu lange vergessen blieben, Todesfälle, die vor allem während des Nazismus geschehen sind, durch Diskriminierung, Angst vor Geschlechtsunterschieden und der mangelnden Erkenntnis, dass es sich bei Homosexualität nicht um eine freie Wahl handelt, sondern um eine Bedingung.
Viel zu lange hat die Gesellschaft die "rosa Winkel" ignoriert, und es scheint, dass selbst die homosexuelle Szene sie heutzutage vergessen hat. Mit diesem Werk möchte ich dagegen die Erinnerung an jenes Leiden wieder wecken und das Bewusstsein aller auf die Möglichkeit lenken, diese Erinnerung der Protagonistin meines Bildes anzuvertrauen.
Raffaele Ciotola wird am 17. Oktober in Neapel geboren und macht 1983 sein Abitur mit dem Schwerpunkt Kunst am Institut für Kunst F. Palizzi in Neapel. Der lyrische Sänger, Musiker, Schauspieler und Maler debütiert 1980 als Künstler mit einer Ausstellung in der Nähe von Neapel und organisiert bis zum Jahre 2002 weitere Ausstellungen fast überall in Italien. Er erhält neben anderen Auszeichnungen 1980 eine Goldmedaille bei der Ausstellung "La Triade di Milano". Seine persönliche Ausstellung in der Tuscia beginnt er im Dezember 2002, als er zum ersten Mal im Anselmi-Saal in Viterbo ausstellt. Von diesem Moment an beginnt sein reiches künstlerisches Schaffen.
Foto des Meisters Raffaele Ciotola.
* Das rosa Dreieck wurde von den Nazis zu unterscheiden Homosexuellen.
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DIE MADONNA DER HOMOSEXUELLEN UND DER VATIKAN
NEIN ZUR STRAFFREIHEIT FÜR HOMOSEXUALITÄT VON SEITEN DES VATIKANS
Jesus ist der HEILIGE - das zeigen die Menschen
Aus dem Evangelium
JOHANNES Kapitel 16 Vers-3
Solches habe ich zu euch geredet, dass ihr nicht strauchelt und zu Fall kommt. Sie werden euch in den Bann tun. Man wird euch aus den Synagogen ausschließen. Ja, es kommt die Zeit, dass wer euch tötet, wird meinen, er tue GOTT einen heiligen Dienst daran. Und solches werden sie euch darum tun, weil sie weder meinen Vater noch mich erkennen. (Jesus' Worte)
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Im Dezember 2008 hat Frankreich bei der UNO einen Antrag auf Straffreiheit für Homosexualität in allen Ländern der Welt gestellt. Man sollte in der Tat nicht vergessen, dass Homosexualität heutzutage noch in vielen Ländern vom Gesetz als eine Straftat angesehen wird, deren Verurteilung bis zur Todesstrafe führen kann.
Unter den Staaten, die dazu aufgerufen wurden, den Antrag zur Bekämpfung von Homophobie und Hass auf andere Geschlechtsidentitäten zu unterschreiben, ist auch der Vatikan, der sich weigerte, das Abkommen zu unterzeichnen.
Obwohl sich der Vatikan verbal zugunsten von Respekt und Toleranz gegenüber Angehörige der Gay-Gemeinschaft äußert, zeigt er im Alltag und in Fakten keinerlei Intention einen Dialog über die Problematiken, die von Millionen von Personen - Frauen und Männern - schmerzlich erlitten werden, zu beginnen. Traurigerweise müssen wir erkennen, dass der Vatikan, der Gottes Wort auf Erden (und Gottes Wort bedeutet LIEBE) vertreten sollte, im Grunde sehr wenig wirklich christliche Inhalte (in diesem Fall) vermittelt.
Als gläubiger Christ betrachte ich dieses Verhalten als eine Beleidigung der Lehre Christi, nach der alle Menschen gleich geboren werden, unter der Liebe Marias, die ALLE MENSCHEN unterschiedslos in ihrer unermesslichen Liebe aufnimmt. Nur Gott hat das Recht und muss es haben, einem Menschen das Leben zu geben und zu nehmen. Der Mensch hingegen hat keinerlei Recht, angetrieben von Hass, Ignoranz und Intoleranz, einem anderen Menschen das Leben zu nehmen. Die wahre Botschaft, die Gott uns vermittelt, ist die der Zugewandtheit und Toleranz gegenüber jedem einzelnen Individuum in all seiner Besonderheit und seinem Reichtum. Ich persönlich kann diese Werte der Zugewandtheit, Brüderlichkeit und Respekt in den Botschaften des Vatikans, der weiterhin eine Einstellung von Intoleranz und Ausgrenzung gegen Personen, die diskriminiert, eingekerkert und getötet wurden, nur weil sie "anders" waren, an den Tag legt, nicht wiederfinden.
Dennoch, bin ich kein Heiliger!!!! Und daher und obwohl ich nicht würdig bin, JESU Füße zu waschen, vergebe ich als Christ dem Vatikan, denn GOTT hat mich Vergebung gelehrt, den Rest überlasse ich dem Gewissen jener.
Raffaele Ciotola